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Erreger Testungen


Mycoplasmen
Mycoplasmen sind die kleinsten sich selbst vermehrenden Prokaryoten. Da sie keine feste Zellwand besitzen sind sie in ihrer Form sehr variabel und können somit die üblichen Sterilfilter (0,2μm) passieren. Kontaminationen von Zellkulturen mit Mycoplasmen sind häufig und oft nicht leicht zu entdecken, da sie nicht immer dramatische Effekte bewirken.

Folgende Detektionssysteme werden angewendet : Microbielle Kultur. Nach Anreicherung in speziellen Nährmedien unter aeroben und anaeroben Bedingungen werden die Proben auf Agarplatten ausplattiert. Nach weiteren Inkubationsschritten erfolgt die Auswertung unter dem Mikroskop. Mycoplasmenkontaminationen sind an der charakteristischen „Spiegeleiform“ der Kolonien erkennbar.

DNA-bindende Fluoreszenzfarbstoffe (DAPI, Bisbenzimid). Kontaminationen können durch die Anfärbung der Mycoplasmen-DNA mit dem speziell an DNA bindenden Fluorochrom DAPI (4-6-Diamidino-2-phenylindoldi- hydrochlorid) festgestellt werden. Die Mycoplasmen erscheinen als gleichmäßig geformte, kleine, hell leuchtende Punkte oder Ansammlungen von solchen außerhalb der Indikatorzellen (meist an der Zellmembran) unter dem Fluoreszenzmikroskop. Da sich mitochondriale DNA kaum sichtbar anfärbt, ist die Hintergrundfluoreszenz gering.

Nachweis mycoplasmaspezifischer Enzyme
Mit einem Testkit werden mycoplasmaspezifische Enzyme nachgewiesen. PCR ribosomaler RNA. Amplifizierte mycoplasmenspezifische rRNA-Abschnitte werden elektrophoretisch aufgetrennt und nachgewiesen.


Virus Testungen gemäß EMEA Guidlines
Folgende Viren-Testungen werden nach der EMEA Richtlinie CPMP/BWP/1793/02 (Note for Guidance on the use of bovine serum in the manufacture of human biological medicinal products) durchgeführt:
  • Bluetongue und verwandte Orbiviren
  • Bovine Adenovirus
  • Bovine Parvovirus
  • Bovine Respiratory Syncytial Virus (BRSV)
  • Bovine Viral Diarrhoea Virus (BVDV)
  • Rabies Virus (Tollwut)
  • Reovirus 3
  • Bovine Polyoma Virus (BPyV)

Sterilität
Die Abwesenheit von bakteriellen und pilzlichen Kontaminationen wird durch Bebrütung in Caso-Bouillon bzw. Thioglycolat- Bouillon nach Pharm. Eur. nachgewiesen.

Keimzahlbestimmung
Die Bestimmung der gesamten lebensfähigen aeroben Keime erfolgt entweder als Membranfiltrationsverfahren, als Plattengussverfahren oder als Oberflächenverfahren. Die Mikroorganismen werden als koloniebildende Einheiten pro ml (KBE/ml) auf Caseinpepton-Sojamehlpepton- Agar-Platten detektiert.